1_ Das Ziel von Biojewellery ist es, aus Wissenschaft und Technik eine neue Perspektive fŸr das Design zu gewinnen. 2_ Wie kann Design dazu beitragen, dass wissenschaftliche Innovationen den Weg zum Konsumenten finden? 3_ Unser Fokus ist die GewebezŸchtung, wie sie zumeist betrieben wird, um Kšrperteile nach UnfŠllen wieder herzustellen. 4_ Ein bioaktives Glasimplantat wird in die Augenhšhle eines Unfallpatienten gefŸgt, der hier ein Knochenteil verloren hatte. 5_ Das Glas wird vom Kšrper nicht abgesto§en, sondern verbindet sich mit den umgebenden Knochenzellen. 6_ Die poršse GlasoberflŠche wirkt dabei wie ein GerŸst, in das sich Knochenzellen einlagern und es allmŠhlich mit Knochenmasse ummanteln. 7_ Die Kultivierung kann auch im Labor erfolgen, wo ein individuell vorgefertigtes GerŸst mit vitalem Zellmaterial umgeben wird. 8_ Als Designer interessiert uns dieses laborgezŸchtete Gewebe, um es als Material fŸr sehr persšnliche Objekte zu verwenden. 9_ Das Tragen von Knochen als Symbol und Schmuckform hat eine lange Kulturgeschichte. 10_ Wir Ÿberlegten, dass man den metallischen Ehe- oder Freundschaftsring Ÿber die Integration von Knochen intimer gestalten kšnnte. 11_ Zellen werden einem Paar entnommen, als Knochengewebe herangezŸchtet und als Ringpaar verarbeitet. Jeder trŠgt ein Teil vom Kšrper des anderen. 12_ Mehr als 200 Paare zeigten Interesse. Sie beschrieben ihre Beziehungen und ihren Wunsch, an dem Projekt teilzunehmen. 13_ Vier Paare spenden derzeit Kšrperzellen fŸr den Ring ihres Partners. Jonathan und Michaela sind Wissenschaftler. Ihre Ringe werden Eheringe. 14_ Auch fŸr Trish und Linz sind die Ringe Liebesbekenntnisse. Alle Paare haben am Design ihrer Ringe mitgewirkt. 15_ Harriet und Matt betrachten ihre Knochen als gute Alternative zu Juwelen, die zu tragen sie unethisch finden. 16_ Ashley und Michelle fasziniert das Ritual des Austausches und die Kšrperlichkeit der Zellspende. 17_ Am schwierigsten war es, fŸr die Paare eine Methode der Zellentnahme zu finden, die unter ethischen Gesichtspunkten akzeptiert wurde. 18_ Das Nationale Ethik-Komitee erlaubte die Zellentnahme aus dem Kieferknochen in dem Fall, in dem der Patient eine Weisheitszahnentfernung benštigt. 19_ Harriet unterschreibt den Vertrag zum Projekt vor ihrer Zahnentfernung am GuyÕs Hospital in London. 20_ Das Extreme dieser Operation kommt dem nahe, was wertvoller Schmuck an Hingabe und Opferbereitschaft symbolisiert. 21_ Nachdem der Zahn gezogen wurde, wird ein StŸck Knochen aus dem Kiefer entnommen. 22_ Das KnochenstŸck wird sofort mit der NŠhrlšsung in einem sterilen Glaskolben zusammengebracht, um Infektionen zu vermeiden. 23_ Die entnommene Probe kommt in ein biotechnisches Labor und wird fŸr die erste Kultivierungsstufe vorbereitet. 24_ Die Knochenprobe wird zur OberflŠchenvergrš§erung in kleinere StŸcke zerteilt. 25_ Die kleinen Fragmente kommen in eine NŠhrlšsung. Zwei Wochen lang treten nun Knochenzellen in die Lšsung aus. 26_ Die reichhaltige Lšsung an Knochenbildungszellen wird Ÿber ein vorfabriziertes GerŸst gegeben, um dort Kochengewebe anzusiedeln. 27_ Das Bild zeigt ein gesundes Set von Zellen. Der Prozess dauert sechs bis acht Wochen von der Entnahme bis zur Mineralisierung. 28_ WŠhrend das Gewebe heranwŠchst, werden die stŸtzenden Metallteile des Ringes entworfen und gegossen. 29_ Das Modell eines Ringes. Mit den endgŸltigen Ringen wird im Oktober 2006 gerechnet. NŠhere Informationen finden Sie bei www.biojewellery.com.